Oktober 2011 – Galerie Handwerk – München, Deutschland

Verwandlungen – Metamorphosen

Eine Ausstellung in der Galerie Handwerk München

Teilnehmer

Kerstin Becker, DE
Esther Bott, DE
Laurence Brabant, FR
Valérie Buess, CH/DE
Marek Cecula, PL/USA
Jacqui Chan, NZ/AU
David Clarke, GB
Noémie Doge, CH
Piet Hein Eek, NL
Ute Eitzenhöfer, DE
Franz Gabel und Johannes Heinzmann (YEAYEA), DE
Glasfachschule Zwiesel, DE
Stuart Haygarth, GB
Sybille Homann, DE
Charlotte Hughes-Martin, GB
Jiro Kamata, JP/DE
Astrid Keller, DE
Rui Kikuchi, JP
Marleen Kurvers, NL
Rüdiger Lange, DE
Tarja Lehtinen, FI
Annamaria Leiste, DE
Magpie Design Studio, SA
Mariusz Malecki (studio ziben), PL/DE
Outi Martikainen, FI
Régis Mayot, FR
Mikiko Minewaki, JP
Frédérique Morrel, FR
Heath Nash, SA
Shelley Norton, NZ
Cj O´Neill, GB
Beverley Price, SA
Karen Ryan, GB
Caroline Saul, GB
Bernhard Schobinger, CH
Verena Sieber-Fuchs, CH
Caroline Slotte, FI
Hans Stofer, CH/GB
Janna Syvänoja, FI
Joanne Tinker, GB
Iris Tsante, GR
Marion van Cruchten, NL
Machteld van Joolingen, NL
Erna van Sambeek, NL
Paul Villinski, USA
Arnout Visser, NL
Luzia Vogt, CH

Die Ausstellung “Verwandlungen – Metamorphosen” will zeigen, welchen Reichtum an Phantasie und welche Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten das Kunsthandwerk in der Beschäftigung mit vorgefundenen Materialien entwickelt. Dabei entdeckt das gestaltende Handwerk gerade auch das Industrieprodukt für sich als eine neue Materialgruppe. Mit herkömmlichen, aber auch unkonventionellen handwerklichen Techniken werden Industrieprodukte, besonders solche aus Kunststoffen, wiederverwendet, umgearbeitet und neuartig zusammengestellt. Es handelt sich um eine spezielle Form des Recycelns, denn es geht nicht nur darum, Rohstoffe aus Gründen des Umweltschutzes weiter zu nutzen, sondern es wird auch das fertige, vorgefundene Objekt selbst einbezogen.

Seine Form und Farbigkeit, die Struktur der Oberflächen und die Spuren seines Alters dienen als Inspiration für eine Neunutzung, Funktionsveränderung und Interpretation. Hieraus entsteht ein reizvolles Miteinander, denn die Geschichte der Gegenstände, ihre eigenen Traditionen und Funktionen bleiben in der “Verwandlung” in unterschiedlichem Maße erhalten und verstärken die inhaltliche Aussage und emotionale Wirkung der neuen Objekte. “Alt” und “Neu” begegnen sich durch diese “Verwandlung” auf eine Weise, die dasd Moment der Poesie, der Überraschung, des Witzes und der Irritation einschließen kann. Anliegen der Ausstellung ist es zu zeigen, wie aus Interesse an neuen Materialien und der Hinterfragung gängiger Wertvorstellungen, der Anreiz entsteht, die Schönheit im “Gewöhnlichen” und “Alltäglichen” zu suchen, aus “wertlosen” Dingen Gegenstände von hohem ästhetischem Reiz zu bilden und damit die Neugierde des Betrachters und seine Aufmerksamkeit zu fesseln.

Aus alltäglichen Gegenständen und “Müll” entstehen auf spielerisch-experimentelle und zugleich ernsthafte Weise moderne Gestaltungsideen, die diese Objekte in etwas durchaus Prachtvolles verwandeln. Diese Arbeit mit Widersprüchen verleiht den Werken einen besonderen Reiz. Einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden Objekte aus dem Bereich Schmuck, wo schon lange und auf sehr unterschiedliche Weise mit “Fundstücken” verschiedenster Art gearbeitet wird, und Lampen, für die die gefundenen Plastikreste effektvoll wiederverwendet werden können. Weiterhin sind Arbeiten aus den Bereichen Glas, Keramik, Metall, Papier und Textil vertreten.

Es finden sich Möbel, deren Wirkung in der Kombination von schlichter Form und alten Holzplatten liegt, prunkvolle Leuchter mit Blüten aus Plastikflaschen, Keramiken, deren Oberflächen durch Hinzufügen oder Entfernen von Dekormotiven verfremdet wurden, Gebrauchsobjekte aus neu zusammengefügten Glasflaschen, Schmuck aus Fußbällen, Fahrradschläuchen, Shampooflaschen, Obstnetzen, Ölkanistern, Kinderspielzeug, Plastiktüten, Objekte aus Papier und Brottütenverschlüssen. All diese Materialien werden in eine neue, ungewöhnliche, interessante und phantasievolle Form verwandelt. Die beteiligten Künstler stammen aus Australien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Neuseeland, den Niederlanden, Polen, der Schweiz, Südafrika und den USA.

Die Galerie Handwerk wird durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie gefördert.

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